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Deutsches Informationszentrum Kulturförderung

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Deutsches InformationsZentrum Kulturförderung (DIZK) geht online!

Ars pro toto 3/06, September 2006

Ab Dezember wird die neue Internet-Datenbank mit Informationen über Kunst und Kultur fördernde Stiftungen, Unternehmen und andere Einrichtungen für alle Interessenten zugänglich sein / Jörg Rosenfeld

Die Idee der Kulturstiftung der Länder, in Deutschland ein Informationszentrum für Kulturförderung aufzubauen, erhielt ihren Anstoß durch das tagtägliche, erfolgreiche Bemühen, Kunst und Kultur von nationalem Rang gemeinsam mit wechselnden Partnern zu unterstützen und zu sichern. Die Erfahrung im Schmieden von Förderpartnerschaften, im Aufbauen von hilfreichen Netzwerken und nicht zuletzt die Kompetenz in der Beratung von zuwendungsbedürftigen Museen, Archiven und anderen Kultureinrichtungen, sollten an den immer größer werdenden Kreis der engagierten Förderer und Fördersuchenden weitergegeben werden.
 
Gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen und dem Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI nahm die Grundidee Gestalt an. Seit 2003 verfolgt diese hervorragende Projektgemeinschaft das konkrete Ziel , dauerhaft eine zentrale Anlaufstelle einzurichten, die aktuelle, strukturierte Informationen über Kunst und Kultur fördernde Stiftungen, Unternehmen und andere Einrichtungen in Deutschland und im europäischen Ausland bereitstellt und zielgenau vermittelt. Jenseits der deutschen Förderlandschaft wird innerhalb des europäischen Erhebungsrahmens den (mittel-)osteuropäischen Staaten besonderes Augenmerk gelten.
 
Ist es bisher nicht möglich, die notwendigen Informationen über die vielfältigen privaten und öffentlichen Fördermöglichkeiten im Bereich Kunst und Kultur beziehungsweise die entsprechenden Informationsträger rationell abzurufen und inhaltlich differenziert zu recherchieren, wird die eigens für das Projekt konzipierte Internet-Datenbank schon mit ihrem Grundbestand von ca. 4.000 Datensätzen dieses Defizit deutlich verringern können.
 
Mit seinem Informations- und Serviceangebot dürfte sich das in Berlin ansässige DIZK schnell zu einem hilfreichen wie unverzichtbaren Instrument im erfolgreichen Bemühen um Fördermittel entwickeln. Durch verbesserte Förderanträge oder auch durch besondere, an den Interessen der Förderer orientierten Dienstleistungen wird es gleichzeitig zur Optimierung der Förderarbeit beitragen.
 
Nachdem 2005 die Voraussetzungen für die Programmierung der Förderdatenbank geschaffen worden waren, konnte sich das DIZK bereits im Frühjahr auf dem Deutschen Stiftungstag – das größte Stiftungstreffen in Europa veranstaltet vom Bundesverband Deutscher Stiftungen – oder auf dem Symposium zur wachsenden Bedeutung von Corporate Cultural Responsibility mit der Verleihung des Deutschen Kulturförderpreises durch den Kulturkreis der deutschen Wirtschaft Kunst und Kultur fördernden Stiftungen und Unternehmen erfolgreich präsentieren.
 
Stiftungs- wie Unternehmensvertreter betonten immer wieder den Nutzen und Gewinn der neuen Informationsplattform sowohl für Förderer als auch für Fördersuchende. Für die Förderer erwiesen sich dabei das Angebot, nützliche und hilfreiche Informationen über die eigene Fördertätigkeit jederzeit schnell und einfach bereitstellen zu können oder die Möglichkeit, interessante externe Projekte unverbindlich zu sichten, als besonders attraktiv.
 
Ein wesentlicher Eckpfeiler in dem Bemühen, der hohen Erwartungshaltung gerecht zu werden, wird die Kooperation zunächst mit national und international agierenden Informationseinrichtungen und privaten wie öffentlichen Informationsinitiativen sein. Auf europäischer Ebene arbeitet das DIZK bereits mit dem von der European Cultural Foundation getragenen Lab for Culture zusammen – dies eine Kooperation, die insbesondere die Kulturstiftung des Bundes unterstützt. Innerhalb dieser europäischen Informations- und Kommunikationsplattform für internationale Kunst- und Kulturprojekte wird das DIZK für den Bereich Förderinformation als Modell für entsprechende Vorhaben in anderen europäischen Staaten eine Sonderrolle einnehmen.
 
Als Pilotprojekt initiiert, soll das DIZK schließlich Vorbild für zukünftige Vorhaben in benachbarten Förderbereichen wie Wissenschaft und Forschung oder Bildung und Erziehung sein.
 
Bemüht sich die Kulturstiftung der Länder seit vielen Jahren mit so großem Erfolg um den Erhalt von national wertvollem Kulturgut, gibt sie jetzt einen nicht geringen Teil ihrer Erfahrung in der Förderarbeit an das DIZK weiter. Mit diesem Schatz leistet sie einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau von nützlichen Förderstrukturen für die Kunst und Kultur in unserem Land.
 
Als großzügige Förderer konnten neben den Projektpartnern bisher die Robert Bosch Stiftung, die Kulturstiftung des Bundes, die Deutsche Bank Stiftung sowie Professor Reinhold Würth gewonnen werden.
Für die Fortentwicklung dieses wichtigen, innovativen Projekts werden indessen noch zusätzliche Förderer gesucht.
 
Weitere Informationen unter
Deutsches InformationsZentrum Kulturförderung
Lützowplatz 9
10785 Berlin
Projektleitung Dr. Jörg Rosenfeld

Telefon: +49 30 253585-66
Telefax: +49 30 253585-68
E-Mail:    info@kulturfoerderung.org
Ab 1. Dezember 2006: www.kulturfoerderung.org