Kulturstiftung der Länder übergibt
DIZK-Internetportal
an den
Bundesverband Deutscher Stiftungen
Berlin, 21. Juli 2008
Das Internet-Portal des
Deutschen InformationsZentrums Kulturförderung (DIZK
)
bietet mit seiner Förderdatenbank, den Recherche- und Datenbankfunktionen als
einziges Portal die Möglichkeit, die deutsche Stiftungslandschaft mit dem Förderfokus Kunst und
Kultur fast vollständig abzubilden und strukturiert zu durchsuchen.
Die Kulturstiftung der Länder, die während der sechsjährigen Aufbauphase die
Trägerschaft des Projekts innehatte, gibt diese in der Betriebsphase und zum weiteren Ausbau an den
Bundesverband Deutscher Stiftungen weiter. Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der
Kulturstiftung der Länder und Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher
Stiftungen, unterzeichneten am 8. Juli den Übergabevertrag. Als Pilotprojekt initiiert, wird das
DIZK beim Bundesverband ein Modell für zukünftige Vorhaben in benachbarten Förderbereichen wie
Umwelt sein.
Das DIZK richtet sich mit seinem Informationsangebot an alle Akteure im Bereich
Kunst und Kultur. Zu dem breiten Nutzerkreis gehören Kunst- und Kulturschaffende, Förderer, kunst-
und kulturpolitische Institutionen, Serviceeinrichtungen oder Kulturredaktionen.
Seit dem 1. Dezember 2006 ist das DIZK-Internetportal mit seiner Förderdatenbank
sowie allen Recherche- und Datenpflegefunktionen kostenlos unter
www.kulturfoerderung.org
zugänglich und läuft seit dem 1. Januar 2008 im Vollbetrieb. Weit über 3.000
Besucher nutzen monatlich das Angebot.
Ein Großteil der über 3.500 Datensätze sind private und unternehmensverbundene
Stiftungen wie Sparkassenstiftungen, über die ein wesentlicher Teil der unternehmerischen Förderung
von Kunst und Kultur erfolgt. Dazu kommen 160 Bürgerstiftungen und Stiftungen unter dem Dach großer
Stiftungsverwaltungen wie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz oder dem Deutschen Stiftungszentrum
sowie 114 internationale Institutionen.
Das
Deutsche InformationsZentrum Kulturförderung ist eine Gemeinschaftsinitiative der
Kulturstiftung der Länder, des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen und des Kulturkreises der
deutschen Wirtschaft im BDI. Als Einrichtungen bzw. Interessenvertreter der öffentlichen und
privaten Förderung von Kunst und Kultur verfolgten die Partner das Ziel, mit dem DIZK eine zentrale
Anlaufstelle aufzubauen, die Informationen über Kunst und Kultur fördernde Stiftungen, Unternehmen
und andere Einrichtungen in Deutschland und im europäischen Ausland vermittelt.
Förderer des Projekts waren die Robert Bosch Stiftung, die Kulturstiftung
des Bundes, die Deutsche Bank Stiftung sowie die Adolf Würth GmbH & Co. KG.
Für Fragen:
Bundesverband Deutscher Stiftungen
Pia Elisabeth Liehr
DIZK@Stiftungen.org
030 / 89 79 47- 33
Deutsches InformationsZentrum Kulturförderung (DIZK) geht online!
Ars pro toto 3/06, September 2006
Ab Dezember wird die neue Internet-Datenbank mit
Informationen über Kunst und Kultur fördernde Stiftungen, Unternehmen und andere
Einrichtungen für alle Interessenten zugänglich sein / Jörg Rosenfeld
Die Idee der Kulturstiftung der Länder, in Deutschland ein Informationszentrum für
Kulturförderung aufzubauen, erhielt ihren Anstoß durch das tagtägliche, erfolgreiche Bemühen, Kunst
und Kultur von nationalem Rang gemeinsam mit wechselnden Partnern zu unterstützen und zu sichern.
Die Erfahrung im Schmieden von Förderpartnerschaften, im Aufbauen von hilfreichen Netzwerken und
nicht zuletzt die Kompetenz in der Beratung von zuwendungsbedürftigen Museen, Archiven und anderen
Kultureinrichtungen, sollten an den immer größer werdenden Kreis der engagierten Förderer und
Fördersuchenden weitergegeben werden.
Gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen und dem Kulturkreis der deutschen
Wirtschaft im BDI nahm die Grundidee Gestalt an. Seit 2003 verfolgt diese hervorragende
Projektgemeinschaft das konkrete Ziel
, dauerhaft eine zentrale Anlaufstelle einzurichten, die aktuelle, strukturierte
Informationen über Kunst und Kultur fördernde Stiftungen, Unternehmen und andere Einrichtungen in
Deutschland und im europäischen Ausland bereitstellt und zielgenau vermittelt. Jenseits der
deutschen Förderlandschaft wird innerhalb des europäischen Erhebungsrahmens den
(mittel-)osteuropäischen Staaten besonderes Augenmerk gelten.
Ist es bisher nicht möglich, die notwendigen Informationen über die vielfältigen privaten und
öffentlichen Fördermöglichkeiten im Bereich Kunst und Kultur beziehungsweise die entsprechenden
Informationsträger rationell abzurufen und inhaltlich differenziert zu recherchieren, wird die
eigens für das Projekt konzipierte Internet-Datenbank schon mit ihrem Grundbestand von ca. 4.000
Datensätzen dieses Defizit deutlich verringern können.
Mit seinem Informations- und Serviceangebot dürfte sich das in Berlin ansässige DIZK schnell
zu einem hilfreichen wie unverzichtbaren Instrument im erfolgreichen Bemühen um Fördermittel
entwickeln. Durch verbesserte Förderanträge oder auch durch besondere, an den Interessen der
Förderer orientierten Dienstleistungen wird es gleichzeitig zur Optimierung der Förderarbeit
beitragen.
Nachdem 2005 die Voraussetzungen für die Programmierung der Förderdatenbank geschaffen worden
waren, konnte sich das DIZK bereits im Frühjahr auf dem Deutschen Stiftungstag – das größte
Stiftungstreffen in Europa veranstaltet vom Bundesverband Deutscher Stiftungen – oder auf dem
Symposium zur wachsenden Bedeutung von Corporate Cultural Responsibility mit der Verleihung des
Deutschen Kulturförderpreises durch den Kulturkreis der deutschen Wirtschaft Kunst und Kultur
fördernden Stiftungen und Unternehmen erfolgreich präsentieren.
Stiftungs- wie Unternehmensvertreter betonten immer wieder den Nutzen und Gewinn der neuen
Informationsplattform sowohl für Förderer als auch für Fördersuchende. Für die Förderer erwiesen
sich dabei das Angebot, nützliche und hilfreiche Informationen über die eigene Fördertätigkeit
jederzeit schnell und einfach bereitstellen zu können oder die Möglichkeit, interessante externe
Projekte unverbindlich zu sichten, als besonders attraktiv.
Ein wesentlicher Eckpfeiler in dem Bemühen, der hohen Erwartungshaltung gerecht zu werden,
wird die Kooperation zunächst mit national und international agierenden Informationseinrichtungen
und privaten wie öffentlichen Informationsinitiativen sein. Auf europäischer Ebene arbeitet das
DIZK bereits mit dem von der European Cultural Foundation getragenen Lab for Culture zusammen –
dies eine Kooperation, die insbesondere die Kulturstiftung des Bundes unterstützt. Innerhalb dieser
europäischen Informations- und Kommunikationsplattform für internationale Kunst- und Kulturprojekte
wird das DIZK für den Bereich Förderinformation als Modell für entsprechende Vorhaben in anderen
europäischen Staaten eine Sonderrolle einnehmen.
Als Pilotprojekt initiiert, soll das DIZK schließlich Vorbild für zukünftige Vorhaben in
benachbarten Förderbereichen wie Wissenschaft und Forschung oder Bildung und Erziehung sein.
Bemüht sich die Kulturstiftung der Länder seit vielen Jahren mit so großem Erfolg um den
Erhalt von national wertvollem Kulturgut, gibt sie jetzt einen nicht geringen Teil ihrer Erfahrung
in der Förderarbeit an das DIZK weiter. Mit diesem Schatz leistet sie einen wesentlichen Beitrag
zum Aufbau von nützlichen Förderstrukturen für die Kunst und Kultur in unserem Land.
Als großzügige Förderer konnten neben den Projektpartnern bisher die Robert Bosch Stiftung,
die Kulturstiftung des Bundes, die Deutsche Bank Stiftung sowie Professor Reinhold Würth gewonnen
werden.
Für die Fortentwicklung dieses wichtigen, innovativen Projekts werden indessen noch
zusätzliche Förderer gesucht.
Weitere Informationen unter
Deutsches InformationsZentrum Kulturförderung
Lützowplatz 9
10785 Berlin
Projektleitung Dr. Jörg Rosenfeld
Telefon: +49 30 253585-66
Telefax: +49 30 253585-68
E-Mail:
info@kulturfoerderung.org